Stoffe von A - Z

Stoffe von A wie Acryl bis Z wie Ziegenhaar

Zunächst kann man grob unterscheiden, ob der Stoff aus Naturfasern oder Kunstfasern hergestellt wurde. Natürlich gibt es auch Mischformen, in denen beide Arten untergebracht werden.

Bei den natürlichen Fasern kann man wiederum in drei Bereiche unterteilen: die tierischen, die pflanzlichen und die mineralischen Fasern. Zu den ersteren gehören zum Beispiel Wolle von verschiedenen Tierarten wie Schafe, Ziegen oder Lamas, also alle Fasern, die aus der Behaarung von Tieren gewonnen werden; eine Sonderstellung hat Seide, da diese nicht aus Haar, sondern aus den Kokons der Seidenraupen gewonnen wird. Zu den pflanzlichen Fasern zählen unter anderem Baumwolle, Hanf, Leinen oder Flachs, Jute, Kokos, Sisal, Ramie usw...

PAN-Acryl: Acryl wird auch Polyacryl genannt und ist ein synthetischer Stoff der oft als ausgezeichneter Ersatz für Wolle gesehen wird. Er ist warm, ziemlich weich, in der Regel farbecht, schmutzabweisend und zerknittert nicht. Für gewöhnlich kannst man Acryl bei mittlerer Temperatur (40 – 60 Grad) waschen und bei niedriger Temperatur im Trockner trocknen – und falls doch mal was verknittert sein sollte, einfach kurz drüber bügeln.


AC-Acetate: Acetate basiert auf Zellulose und ist womöglich der Traumstoff aller Frauen – er läuft nicht ein, knittert nicht und ist absolut pflegeleicht. Oft wird er für Kleider, Röcke und Sportbekleidung eingesetzt. Er kann in die Waschmaschine, in den Trockner und bedenkenlos gebügelt werden, da er auch hohe Temperaturen aushält.


CO-Baumwolle: Baumwolle wird seit über tausend Jahren verwendet. Auch heute ist sie nach wie vor die am häufigsten benutzte Naturfaser in der Bekleidungsbranche. Baumwolle ist eine belastbare Faser, die bei hohen Temperaturen gewaschen, getrocknet und gebügelt werden kann. Hier kann man fast nichts falsch machen.


Fleece: Fleece ist ein wärmendes dichtes Gewebe aus synthetischer Wolle. Der Stoff wird nicht als Gewebe, sondern als Maschenware deklariert, wobei die äußere Struktur aufgeschnitten und aufgeraut wird.


LI-Leinen: Leinen, gefertigt aus den Flachsfasern, ist eine der ältesten gebräuchlichen Fasern. Leinen ist sehr atmungsaktiv und deshalb ideal bei warmen Sommertemperaturen. Die Kehrseite: das Gewebe neigt dazu zu knittern. Die meisten Leinen-Arten kann man selber waschen, doch am besten überprüfen Sie zuvor die Pflegeanleitung und folge den Anweisungen. Leinen lässt sich am leichtesten bügeln, wenn die Fasern noch feucht sind. Ist der Stoff schon trocken und kein Dampfbügeleisen zur Hand, kann auch einfach ein dünnes, feuchtes Tuch auf den Stoff gelegt und dann darüber gebügelt werden.


CLY-Lyocell: Lyocell ist bekannt als eine pflegeleichte Stoff Art. Das Gewebe wird aus Zellstoff, also einer Holzpartikel-Lösung gewonnen. Gewöhnlich findet man ihn in Kleidungsstücken wie Denim-Jeans, Chino-Hosen, Unterwäsche oder Hemden. Waschen und Trocknen sollte man den Stoff lieber bei niedrigen Temperaturen!


PES-Polyester: Polyester zählt zu den synthetischen Stoffen, die häufig zu Materialien wie Baumwolle oder Wolle gemischt werden. Diese Kleidungsstücke können in der Regel bei wärmeren Temperaturen gewaschen, jedoch nur bei niedrigen Temperaturen getrocknet werden. Bügeln ist auch kein Problem.


SE-Seide: Seide wird aus den Kokons der Seidenraupe, der Larve des Seidenspinners gewonnen und hat eine weiche Struktur. Sie ist eine der strapazierfähigsten Naturfasern (falls trocken) und lädt sich gerne statisch auf. Für dieses feine Material kommt nur die Reinigung oder eine Handwäsche in Frage.

 
EL-Elastan: Elastan oder Lycra ist als ein sehr widerstandsfähiger und elastischer Stoff bekannt. Kleider die Spandex beinhalten können bei mittleren Temperaturen gewaschen und bei niedriger Temperatur getrocknet werden. Falls notwendig kann es auch bei mittlerer Hitze bügeln werden, das Bügeleisen sollte hier aber nicht zu lange auf einer Stelle stehen, sonst schmilzt das Material.


VI-Viscose: Viscose wird aus gekochten Sägespänen hergestellt, die Zellulose abgeben. Es wird oft Kunstseide genannt, weil es sich auf der Haut fast wie Seide anfühlt. Das Material trägt sich wie Baumwolle ist aber dennoch weicher. Die Faser selbst ist leider empfindlich – benutzen Sie am besten Woll- und Feinwaschmittel. Zum Trocknen aufhängen und noch im feuchten Zustand bügeln.


WO-Wolle: Sie wird traditionell aus Schafsfell gewonnen, aber ebenfalls bekannte Varianten sind Kaschmir von der Kaschmirziege und Angora, gewonnen durch die Schur des Angorakaninchens. Waschen Sie Wolle so selten wie möglich. Vorzugsweise Wollkleidung von Hand mit lauwarmem Wasser oder im Wollwaschgang Ihrer Waschmaschine.